Cookie-Banner-Vergleich: Verbreitung, Funktionen und Preise der CMPs

Welche Consent-Tools werden auf deutschen Websites am häufigsten eingesetzt, welche Funktionen bieten sie und was kosten sie? Wir haben über 3 Mio. deutsche Websites automatisiert geprüft und die eingesetzten Consent Management Platform (CMP) verglichen. Wichtig dabei: Ob auf einer Website Verstöße erkannt werden, hängt von der Konfiguration ab – nicht vom eingesetzten Produkt.

Die meisten Vergleiche bewerten Funktionsumfang, Preise und Bedienbarkeit. Was dabei fehlt: Wie gut schützen die Banner in der Praxis? Genau das messen wir. Unsere Audits prüfen nicht die Software selbst, sondern das Ergebnis auf der Website: Werden Services und Cookies korrekt blockiert? Ist die Ablehnung genauso einfach wie das Akzeptieren? Kurz gesagt: Die Konfiguration entscheidet – nicht das Produkt.

Hinweis zur Methodik: Diese Auswertung basiert auf dem aktuellen Stand unserer automatisierten Erkennung und stellt keine abschließende oder gar rechtlich verbindliche Bewertung dar. Unsere Erkennungstechnik wird kontinuierlich weiterentwickelt – Ergebnisse und Schlussfolgerungen können sich jederzeit ändern, wenn neue Prüfverfahren eingeführt oder bestehende verbessert werden. Die dargestellten Unterschiede spiegeln primär die Konfiguration auf den geprüften Websites wider, nicht die Qualität der CMP-Software selbst. Bei auffälligen Ergebnissen werden wir demnächst aktiv den Kontakt zu den jeweiligen Anbietern suchen, um unsere Erkennung zu optimieren und erkannte Auffälligkeiten gemeinsam zu klären.

Häufige Fragen zu Cookie-Banner-Vergleich

Welches Cookie-Banner ist das beste?

Es gibt kein einzelnes bestes Cookie-Banner. Bei Websites mit Borlabs Cookie (WordPress) und Usercentrics (Enterprise) erkennen wir in unseren Tests am häufigsten keine Verstöße – entscheidend ist aber die individuelle Konfiguration.

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Cookiebot oder Usercentrics – was ist besser?

Beide gehören seit 2023 zum selben Unternehmen. Usercentrics bietet mehr Enterprise-Funktionen und höhere Konfigurierbarkeit, Cookiebot ist einsteigerfreundlicher und günstiger. In der Datenschutz-Bewertung liegen beide nah beieinander.

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Wovon hängt das Datenschutz-Ergebnis ab?

Das Audit-Ergebnis hängt vor allem von der Konfiguration der Website ab – nicht vom eingesetzten CMP. Werden Tracking-Dienste erst nach Einwilligung geladen und Cookies korrekt klassifiziert, erkennen wir keine Verstöße. Die Wahl des Tools beeinflusst vor allem, wie leicht eine korrekte Konfiguration gelingt.

Die meistgenutzten CMPs in Deutschland

CMP Erkannte Installationen Marktanteil
Complianz177.73318,6 %
Borlabs Cookie177.08718,5 %
Cookiebot90.5309,5 %
Cookie Notice83.5178,7 %
CookieYes82.5798,6 %
Cookie Manager (CM4all)79.0638,3 %
Real Cookie Banner69.8587,3 %

Die Tabelle zeigt die am häufigsten erkannten Consent-Management-Systeme nach Verbreitung. Datenstand: Juni 2026, über 3 Mio. ausgewertete Websites.

Was die Zahlen bedeuten

Wichtig vorab: Unsere Audits messen nicht die CMP-Software, sondern das Ergebnis auf der Website. Welche Cookies werden gesetzt, welche Informationen erhalten Nutzer, und wie funktioniert die Einwilligung in der Praxis? Bei jedem CMP lassen sich – richtig konfiguriert – Verstöße vermeiden. Ob im Einzelfall Verstöße erkannt werden, hängt unter anderem ab von:

  • Standardeinstellungen: Manche CMPs sind von Haus aus strenger konfiguriert als andere. Das ist wie ein Sicherheitsschloss, das ab Werk verriegelt ist – versus eines, das erst manuell einrasten muss.
  • Zielgruppe: WordPress-Plugins werden tendenziell von einer breiteren Zielgruppe eingesetzt – Konfigurationsabweichungen sind dadurch möglicherweise häufiger.
  • Scan-Tiefe: Professionelle Consent Management Plattformen wie Cookiebot oder Usercentrics scannen die Website automatisch nach gesetzten Cookies und aktiven Scripts. Einfachere Tools verlassen sich auf manuelle Konfiguration – und genau da entstehen Lücken.

WordPress-CMPs: Ein eigener Markt

Über die Hälfte der deutschen Websites läuft auf WordPress. Kein Wunder also, dass WordPress-Plugins den CMP-Markt dominieren:

Plugin Websites
Borlabs Cookie 177.087
Complianz 177.733
Real Cookie Banner 69.858
CCM19 36.002

In unseren Audits gehören Borlabs Cookie und Complianz zu den am häufigsten erkannten WordPress-CMPs in Deutschland. Real Cookie Banner ist bei deutlich weniger Installationen verbreitet. Entscheidend für das Audit-Ergebnis bleibt die individuelle Konfiguration, nicht das Plugin.

Enterprise-Anbieter: Andere Anforderungen, andere Ergebnisse

Cookiebot vs. Usercentrics: Zwei Produkte, ein Unternehmen

Große Unternehmen und Publisher setzen auf spezialisierte Consent Management Plattformen. Aber wie schlagen sich die Enterprise-CMPs in der Praxis?

CMP Websites Zielgruppe
Usercentrics 69.662 Mittelstand bis Enterprise
Cookiebot 90.530 KMU bis Enterprise (gehört zu Usercentrics)
Consentmanager 21.545 Publisher und E-Commerce
OneTrust 5.609 Enterprise / international

Bei Websites mit OneTrust erkennen wir in unserer Auswertung häufiger Verstöße als bei den übrigen Enterprise-CMPs. OneTrust wird häufig auf international ausgerichteten Websites eingesetzt, deren Standardkonfiguration nicht auf die DSGVO optimiert ist.

Preise und Kosten: Was die Anbieter verlangen

Die Kosten für eine Consent Management Plattform variieren je nach Anbieter, Funktionsumfang und Website-Größe. Während einige Anbieter eine kostenlose Version mit Basisfunktionen bieten, fallen für professionelle Datenschutz-Funktionen in der Regel monatliche Gebühren an.

Anbieter Preis / Monat Kostenlose Version Wichtigste Funktionen
Borlabs Cookie ab 49 €/Jahr Nein Content Blocker, Cookie-Scanner, Consent-Log
Cookiebot ab 7 €/Monat Bis 50 Seiten Auto-Scan, IAB TCF, Consent Management Dashboard
Usercentrics ab 7 €/Monat Nein Smart Data Protector, A/B-Tests, Analytics
Real Cookie Banner ab 29 €/Jahr Eingeschränkt Service-Templates, Content Blocker, Consent-Weiterleitung
Complianz ab 59 €/Jahr Eingeschränkt Cookie-Scan, Geo-basiert, DSGVO-Assistent
CCM19 ab 7,90 €/Monat Bis 5.000 Views Self-Hosting, barrierefreie Oberfläche, A/B-Tests
Consentmanager ab 23 €/Monat Bis 3.000 Views IAB TCF, Publisher-Features, Reporting
Klaro kostenlos Open Source Volle Kontrolle, Self-Hosting, keine Vendor-Abhängigkeit

Beim Vergleich der Anbieter sollte nicht allein der Preis entscheiden. Entscheidend ist, wie zuverlässig das Consent Management in der Praxis funktioniert und welche Datenschutz-Funktionen die Plattform bietet. Eine kostenlose Version reicht für kleine Websites oft aus – bei größeren Projekten mit Werbung oder komplexem Tracking lohnt sich ein professioneller Anbieter.

Worauf es bei der Bewertung ankommt

Unsere bisherigen Daten deuten auf wiederkehrende Muster hin. Was zeichnet eine gute Konfiguration aus?

  1. Automatischer Cookie-Scan: CMPs, die selbstständig erkennen, welche Cookies und Scripts auf der Website laufen, schneiden besser ab. Das Problem dabei: Die Gestaltung des Banners allein nützt wenig, wenn die Cookie-Erkennung manuell und damit lückenhaft ist.
  2. Script-Blocking vor Consent: Das CMP muss Cookies und Scripts technisch blockieren, bis der Nutzer seine Einwilligung erteilt hat – nicht nur informieren. Informieren ohne Blockieren ist wie eine Haustür, die zwar abgeschlossen aussieht, aber nicht ins Schloss gefallen ist.
  3. Klarer Ablehnen-Button: CMPs mit einem gleichwertigen Ablehnen-Button auf der ersten Ebene haben weniger Websites mit datenschutzrelevanten Mängeln. Nutzer müssen Cookies genauso einfach ablehnen wie akzeptieren können – ein versteckter „Einstellungen verwalten"-Link reicht nicht.
  4. Consent Mode v2: Integration mit Googles Consent Mode verhindert, dass Google-Dienste ohne Einwilligung des Nutzers Cookies setzen und Daten senden.
  5. Regelmäßige Aktualisierung: Neue Cookies und Scripts kommen ständig hinzu – automatische Re-Scans halten die Konfiguration aktuell und stellen sicher, dass alle Cookies korrekt erfasst bleiben.

Fazit: Datenschutz hängt an der Konfiguration

Es gibt kein einzelnes bestes Cookie-Banner. Aber unsere Auswertungen zeigen deutliche Unterschiede in den gemessenen Ergebnissen. Fakt ist: Kein Anbieter bietet von sich aus vollständigen Datenschutz. Die Gestaltung des Cookie-Banners und die korrekte Konfiguration entscheiden darüber, ob Cookies regelkonform gesetzt werden und ob Nutzer eine echte Wahlmöglichkeit erhalten. Die Wahl der richtigen Plattform beeinflusst aber, wie leicht eine korrekte Konfiguration gelingt:

  • WordPress-Nutzer: Bei Websites mit Borlabs Cookie und Real Cookie Banner erkennen wir im WordPress-Segment am häufigsten keine Verstöße.
  • Mittelstand: Usercentrics und Cookiebot (jetzt unter einem Dach) bieten automatischen Scan und Enterprise-Features.
  • DSGVO-First: Bei Websites mit Klaro und Consentmanager erkennen wir bei korrekter Einrichtung häufig keine Verstöße.
  • Made in Germany: CCM19 (Papoo Software, Bonn) und Consentmanager bieten deutsches Hosting und deutschen Support.

Unser Rat: Testen Sie Ihre Website regelmäßig – unabhängig davon, welches CMP Sie nutzen. Prüfen Sie, ob alle Cookies korrekt kategorisiert sind und ob die Einwilligung technisch sauber funktioniert. Die korrekte Konfiguration ist wichtiger als die Tool-Wahl. Versprochen.

Quellen und Methodik

Weiterführende Artikel


* Aufgrund einer notwendigen Änderung in den Bewertungen verschiedener Services und der Korrektur von Bewertungen für die Effizienz von Consent-Bannern haben sich unsere Ratings korrigiert.

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Vertiefende Fragen zu Cookie-Banner-Vergleich

Wie bewerten wir Cookie-Banner?

Unsere automatisierte Prüfung analysiert: Werden Tracking-Dienste vor dem Consent geladen? Ist die Ablehnung gleichwertig möglich? Werden Cookies korrekt klassifiziert? Daraus ergibt sich ein Privacy-Score von 0–100.

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Was bedeuten die Bewertungsstufen?

Keine Verstöße erkannt: keine Auffälligkeiten in unserer automatisierten Prüfung. Verbesserungsbedarf erkannt: z. B. möglicherweise fehlende Ablehnmöglichkeit oder falsch klassifizierte Cookies. Schwerwiegende Verstöße erkannt: Hinweise auf Tracking vor oder ohne Einwilligung. Die Bewertung basiert auf dem aktuellen Stand unserer Erkennung.