SEO-Grundlagen

Was Suchmaschinen wirklich bewerten – und was Sie selbst prüfen können

Suchmaschinenoptimierung – oder kurz SEO – klingt nach Magie. Ist es aber nicht. Suchmaschinen bewerten klare, technische Signale – und die meisten davon lassen sich in wenigen Minuten prüfen. Dieser Artikel zeigt Ihnen Schritt für Schritt, worauf es für ein gutes Ranking ankommt. Ohne Fachchinesisch, dafür mit konkreten Empfehlungen.

Handwerker mit Schraubenschlüssel vor einer Website-Vorlage – SEO-Grundlagen verständlich erklärt

Warum das Thema Sie betrifft – auch wenn Sie kein Technik-Profi sind

Wenn jemand nach Ihrem Angebot sucht – einem Handwerker, einem Restaurant, einer Beratung – dann entscheidet die Suchmaschine, ob Ihre Website angezeigt wird oder die Ihrer Konkurrenz. Das ist keine Übertreibung: Für die meisten Webseiten ist die Suchmaschine die wichtigste Quelle für Besucher aus dem Internet.

Dabei geht es nicht um Tricks oder Geheimwissen. Die Best Practices – also die bewährten Grundregeln – hat Google 2022 unter dem Namen Google Search Essentials veröffentlicht. Der Kern ist einfach: Technisch saubere Seiten, die für Menschen geschrieben sind, werden besser gefunden als solche, die versuchen, den Algorithmus auszutricksen.

Auch wenn Google derzeit für den größten Traffic auf Websites verantwortlich ist, sollten Sie europäische Alternativen wie Ecosia und Qwant im Blick behalten. Die gute Nachricht: Die technischen Grundlagen gelten für alle Suchmaschinen gleichermaßen – wer seine Website sauber optimiert, wird überall besser gefunden.

Der Seitentitel: Ihre Visitenkarte in den Suchergebnissen

Wenn Sie etwas bei Google, Bing oder Ecosia suchen, sehen Sie eine Liste mit blauen Überschriften. Diese Überschrift ist der sogenannte Title-Tag (auch Title Tag oder Meta Title genannt) – und er entscheidet maßgeblich darüber, ob jemand auf Ihr Ergebnis klickt oder weiterschrollt.

Stellen Sie sich den Title-Tag wie das Schild über Ihrem Laden vor: Steht dort nur „Laden“, geht niemand rein. Steht dort „Frische Backwaren – täglich ab 6 Uhr“, wissen die Leute sofort, was sie erwartet.

So sieht ein Suchergebnis aus, das Besucher abschreckt:

beispiel-firma.de
Hier steht der Title
An dieser Stelle wird die Beschreibung angezeigt. Wenn diese nicht vorhanden ist, sucht sich die Suchmaschine selbst einen passenden Text aus dem Inhalt Ihrer Sei…

Zu kurzer Titel, zu lange Beschreibung – die Suchmaschine schneidet ab.

Und so könnte Ihr Ergebnis aussehen:

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SEO-Grundlagen: Was Suchmaschinen wirklich bewerten
Title-Tag, Meta-Description, Headings, Canonical URLs: Welche SEO-Faktoren zählen, was Google bewertet – mit kostenlosem SEO-Check für Ihre Website.

Aussagekräftiger Titel (51 Zeichen), prägnante Beschreibung (148 Zeichen), eigenes Favicon.

Wichtig zu wissen: Sie haben es nicht zu 100% in der Hand. Suchmaschinen behalten sich vor, Titel und Beschreibung eigenständig zu ändern – etwa wenn die Suchanfrage besser zu einem anderen Textausschnitt passt. Aber wenn beides sauber formuliert ist, wird es in der großen Mehrheit der Fälle übernommen. Wer es ordentlich macht, hat die Chance auf seiner Seite.

Was passiert, wenn der Seitentitel fehlt?

Ohne Title-Tag basteln sich Suchmaschinen selbst eine Überschrift zusammen – aus anderen Textstellen Ihrer Seite, dem Domain-Namen oder der Hauptüberschrift. Das Ergebnis ist fast immer schlechter als ein bewusst formulierter Titel.

Wenn der Titel zu kurz ist

Ein Titel mit weniger als 45 Zeichen verschenkt wertvollen Platz in den Suchergebnissen – und provoziert die Suchmaschine, Ihren Domain-Namen anzuhängen. Das verfälscht Ihre Botschaft.

Wenn der Titel zu lang ist

Ab etwa 60 Zeichen schneiden Suchmaschinen den Titel ab – oft mitten im Wort, gefolgt von „…“. Das sieht nicht nur unprofessionell aus, sondern kann die Klickrate (Click-Through-Rate) erheblich senken.

Empfehlung: 45–60 Zeichen. Das wichtigste Schlüsselwort möglichst weit vorne. Und bitte kein Keyword-Stuffing – also nicht „Zahnarzt München Zahnarzt Schwabing Zahnarzt“. Suchmaschinen erkennen das zuverlässig und schreiben den Titel dann eigenständig um.

Unsicher, ob der Seitentitel Ihrer Website optimal ist? Jetzt kostenlos prüfen

Die Seitenbeschreibung: Ihr Werbetext für die Suchmaschine

Unter dem blauen Titel in den Suchergebnissen steht ein grauer Text – die sogenannte Meta-Description. Sie ist wie der Klappentext eines Buches: In zwei, drei Sätzen muss sie den Leser überzeugen, dass es sich lohnt, auf Ihr Ergebnis zu klicken.

Suchmaschinen nutzen die Beschreibung nicht direkt für das Ranking – aber sie beeinflusst die Klickrate (englisch: Click-Through-Rate oder CTR). Und wenn mehr Menschen auf Ihr Ergebnis klicken als auf das der Konkurrenz, ist das ein indirektes Signal, dass Ihre Seite relevant ist.

Wenn die Beschreibung fehlt

Ohne Beschreibung sucht sich die Suchmaschine selbst einen Textausschnitt aus Ihrer Seite heraus. Das kann zufällig mal passen – tut es aber selten gut. Denn die Suchmaschine optimiert auf den sogenannten User Intent – also die Absicht hinter der Suchanfrage, nicht darauf, Besucher zum Klicken zu bewegen.

Wenn die Beschreibung zu kurz ist

Unter 120 Zeichen ersetzt die Suchmaschine Ihre Beschreibung häufig komplett durch einen eigenen Textausschnitt. Damit verlieren Sie die Kontrolle über Ihren Werbetext.

Wenn die Beschreibung zu lang ist

Ab etwa 160 Zeichen wird abgeschnitten – auf Smartphones sogar schon ab 120 Zeichen. Formulieren Sie die Kernaussage in den ersten 120 Zeichen und nutzen Sie den Rest für ergänzende Details und einen Aufruf zum Handeln.

Empfehlung: 145–155 Zeichen – der ideale Bereich. Enden Sie immer mit einem Aufruf zum Handeln („Jetzt prüfen“, „Mehr erfahren“, „Kostenlos testen“). Vermeiden Sie Keyword-Stuffing: Suchmaschinen ersetzen gespammte Beschreibungen einfach durch eigenen Text.

Das kleine Bild neben Ihrem Suchergebnis: Warum es wichtiger ist, als Sie denken

Was passiert ohne Favicon?

Google, Bing und andere Suchmaschinen zeigen neben jedem Suchergebnis ein kleines Bild – das sogenannte Favicon. Sie kennen es aus den Browser-Tabs: das kleine Symbol, an dem Sie erkennen, welcher Tab zu welcher Seite gehört.

Fehlt dieses Bild, wird ein generisches Globus-Symbol angezeigt. Das klingt nach einer Kleinigkeit, hat aber Auswirkungen:

  • Wiedererkennung: Besucher scannen Suchergebnisse visuell. Ein eigenes Favicon erhöht die Sichtbarkeit Ihrer Marke.
  • Vertrauen: Das generische Symbol signalisiert „diese Seite hat sich nicht die Mühe gemacht“.
  • Browser-Tabs: Wer mehrere Tabs geöffnet hat, findet Ihre Seite ohne Favicon nicht wieder.

Empfehlung: Ein SVG-Favicon oder mindestens ein 32×32 Pixel großes PNG-Bild. So binden Sie es in Ihre Website ein:

<link rel="icon" type="image/png" sizes="32x32" href="/favicon-32x32.png">
<link rel="icon" type="image/svg+xml" href="/favicon.svg">

Überschriften: Warum die Gliederung jedem hilft

HTML-Überschriften (H1 bis H6) sind nicht nur visuelles Design – sie geben Suchmaschinen die semantische Struktur Ihrer Seite. Aber auch jeder Besucher kann sich an den Überschriften sehr schnell über den Inhalt informieren. Sie sind also nicht nur für Google & Co sinnvoll, sondern insgesamt für die Nutzung der Webseite – und auch aus Sicht der Barrierefreiheit ein wesentliches Gestaltungsmerkmal.

Wenn die Hauptüberschrift fehlt

Jede Seite braucht genau eine Hauptüberschrift (H1) – sie ist für Suchmaschinen das stärkste Signal, worum es auf der Seite geht. Denken Sie an die Schlagzeile einer Zeitung: Fehlt sie, weiß niemand, worum es geht.

Wenn es mehrere Hauptüberschriften gibt

Stellen Sie sich vor, eine Zeitung hätte auf der Titelseite drei gleichgroße Schlagzeilen – was ist jetzt die wichtigste Nachricht? Genauso geht es Suchmaschinen mit mehreren H1-Tags. Eine pro Seite reicht.

Wenn die Hauptüberschrift leer ist

Eine leere H1 ist wie ein Schild ohne Aufschrift – schlimmer als gar keines, weil es signalisiert, dass die Seite unfertig oder fehlerhaft ist.

Wenn die Hauptüberschrift zu lang ist

Eine Überschrift mit mehr als 70 Zeichen verliert an Prägnanz. Suchmaschinen und Besucher erwarten eine klare, kurze Aussage – kein ganzer Absatz.

Wenn die Überschriften-Reihenfolge durcheinander ist

Stellen Sie sich ein Buch vor, das nach Kapitel 2 direkt zu Kapitel 4 springt. Das verwirrt – und genau so empfinden es Suchmaschinen und Screenreader, wenn Überschriften-Ebenen übersprungen werden. Die richtige Reihenfolge: H1 → H2 → H3, nicht H1 → H2 → H4.

Stimmt die Überschriften-Struktur auf Ihrer Website? Jetzt kostenlos prüfen

So sieht Ihre Seite aus, wenn jemand sie auf Social Media teilt

Wenn jemand Ihre Seite auf LinkedIn, Facebook oder WhatsApp teilt, erscheint eine Vorschau mit Titel, Beschreibung und Bild. Diese Vorschau wird durch sogenannte Open-Graph-Tags gesteuert – unsichtbare Anweisungen im Quellcode Ihrer Seite.

Warum Social-Media-Vorschauen nicht dem Zufall überlassen werden sollten

Ohne Open-Graph-Tags wählt die Plattform selbst, was angezeigt wird. Das Ergebnis ist oft eine leere Vorschau oder ein zufälliges Bild – nicht gerade einladend zum Klicken. Die vier wichtigsten Open-Graph-Tags sind:

  • og:title – der Titel beim Teilen (kann anders sein als der Seitentitel)
  • og:description – der Beschreibungstext
  • og:image – das Vorschaubild (empfohlen: 1200×630 Pixel)
  • og:type – der Inhaltstyp (meist „website“)

Wenn der Titel für Social Media fehlt

Ohne og:title verwenden Plattformen den normalen Seitentitel – der ist aber für Suchmaschinen optimiert, nicht für Social Media. Ein guter Social-Media-Titel darf emotionaler und direkter sein.

Wenn die Beschreibung für Social Media fehlt

Ohne og:description bleibt die Vorschau oft leer oder zeigt den ersten Absatz der Seite – der selten als Teaser taugt.

Wenn das Vorschaubild für Social Media fehlt

Eine Vorschau ohne Bild fällt im Social-Media-Feed kaum auf. Beiträge mit Bild erhalten laut Studien bis zu 150% mehr Aufmerksamkeit – der Aufwand für ein gutes Vorschaubild lohnt sich also.

Bilder auf Ihrer Website: Zwei Dinge, die oft vergessen werden

Warum jedes Bild eine Beschreibung braucht

Der sogenannte Alt-Text ist eine kurze Beschreibung, die Sie jedem Bild mitgeben können. Er hat drei wichtige Funktionen:

  • Barrierefreiheit: Menschen, die einen Screenreader nutzen, bekommen den Alt-Text vorgelesen – ohne ihn bleiben Bilder unsichtbar.
  • Fehlermeldung: Wenn ein Bild nicht lädt, wird stattdessen der Alt-Text angezeigt.
  • Bildersuche: Suchmaschinen können Bilder nicht „sehen“ – sie verstehen den Inhalt nur über den Alt-Text. Ohne ihn ist Ihr Bild für die Bildersuche von Google, Bing und Co praktisch unsichtbar.

Warum Bilder feste Maße brauchen

Wenn ein Bild keine Angaben zu Breite und Höhe hat, kann der Browser den Platz nicht reservieren, bevor das Bild geladen ist. Das führt dazu, dass die Seite beim Laden „springt“ – Fachleute sprechen von einer schlechten User Experience (Nutzererfahrung) – Text verschiebt sich, Buttons wandern. Dieses Verhalten heißt Layout Shift und ist einer der drei Faktoren, die Suchmaschinen bei der Bewertung der Seitengeschwindigkeit berücksichtigen.

Empfehlung: Jedes Bild mit Alt-Text, Breite und Höhe ausstatten. Alt-Texte beschreibend formulieren („Team bei der Besprechung im Büro“), nicht mit Suchbegriffen vollstopfen.

Wenn Sie auf einer Seite Ihrer Website einen Link zu einer anderen Seite Ihrer Website setzen, dann ist das ein interner Link. Diese Links sind für Suchmaschinen wie Wegweiser: Sie zeigen, welche Seiten zusammengehören und welche besonders wichtig sind.

Eine Seite ohne Verlinkung zu anderen Seiten Ihrer Website ist für Suchmaschinen eine Sackgasse. Sie wird schlechter gefunden und erhält weniger Aufmerksamkeit vom Crawler – dem Programm, das Ihre Webseite regelmäßig besucht und für den Suchindex analysiert.

Jeder kennt das: Man klickt auf einen Link und landet auf einer Fehlerseite („404 – Seite nicht gefunden“). Das ist nicht nur für Besucher ärgerlich – Suchmaschinen werten viele kaputte Links als negatives Qualitätssignal.

Empfehlung: Regelmäßig auf tote Links prüfen. Wichtige Seiten untereinander verlinken. Breadcrumbs (die Pfadanzeige „Startseite › Ratgeber › SEO“) nutzen.

Gibt es kaputte Links auf Ihrer Website? Jetzt kostenlos prüfen

Technische Grundlagen: Das Fundament, auf dem alles aufbaut

Neben Inhalten und Überschriften gibt es eine Reihe von technischen Einstellungen, die darüber entscheiden, ob Suchmaschinen Ihre Website überhaupt korrekt lesen und verstehen können. Diese Punkte sind oft unsichtbar für Besucher – aber entscheidend für Suchmaschinen wie Google, Bing und Ecosia.

Warum Ihre Website verschlüsselt sein muss

HTTPS ist die verschlüsselte Variante der Verbindung zwischen dem Browser Ihres Besuchers und Ihrem Webserver. Seit 2014 ist HTTPS ein offizieller Ranking-Faktor – Seiten ohne Verschlüsselung werden in den Suchergebnissen (auch Search Results genannt) schlechter platziert. Browser wie Chrome markieren Seiten ohne HTTPS sichtbar als „Nicht sicher“ – das schreckt Besucher ab.

Kostenlose Zertifikate gibt es über Let’s Encrypt. Jedenfalls sofern der Provider, bei dem Ihre Webseite für das Internet bereitgestellt wird, diesen Dienst anbietet. Bedauerlicherweise bieten einige Dienstleister nur ein kostenloses und ansonsten kostenpflichtige Zertifikate an. Das kann dann schnell bei mehreren Domains ins Geld gehen. Hier kann es sich lohnen, über einen Providerwechsel nachzudenken.

Warum Ihre Website auf Smartphones funktionieren muss

Google, Bing und Ecosia bewerten heute die mobile Version Ihrer Website – nicht die Desktop-Version. Das heißt: Wenn Ihre Seite auf dem Smartphone nicht richtig dargestellt wird, schadet das Ihrem Ranking in den Suchergebnissen. Der entscheidende Baustein dafür ist ein sogenanntes Viewport-Meta-Tag – eine einzelne Zeile im Quellcode, die dem Browser sagt, wie er die Seite auf verschiedenen Bildschirmgrößen darstellen soll.

Warum Umlaute manchmal als Fragezeichen angezeigt werden

Wenn im Quellcode Ihrer Website nicht angegeben ist, welchen Zeichensatz sie verwendet, können Umlaute und Sonderzeichen falsch dargestellt werden – statt „ä“ sehen Besucher dann „“ oder „?“. Besonders für deutschsprachige Seiten ist das relevant. Die Lösung: <meta charset="utf-8"> im Seitenkopf. Gerade wenn die Webseite mit einem anderen Zeichensatzformat als UTF-8 erstellt wurde, ist das zwingend notwendig.

Die Datei, die Suchmaschinen sagt, wohin sie dürfen

Die robots.txt ist eine kleine Textdatei auf Ihrem Webserver. Sie gibt Suchmaschinen Anweisungen, welche Bereiche Ihrer Website besucht werden dürfen und welche nicht. Fehlt diese Datei, durchsuchen Suchmaschinen alles – auch Bereiche, die nicht öffentlich sein sollten, wie Admin-Seiten oder Testversionen.

Die Straßenkarte für Suchmaschinen: Was ist eine Sitemap?

Eine XML-Sitemap ist eine Liste aller Seiten Ihrer Website, die in Suchmaschinen gefunden werden sollen. Stellen Sie sich das wie ein Inhaltsverzeichnis vor – nur für Suchmaschinen. Besonders bei größeren Websites hilft die Sitemap dabei, neue oder geänderte Inhalte schneller zu finden.

Dieselbe Seite unter verschiedenen Adressen: Warum das ein Problem ist

Manchmal ist dieselbe Seite unter mehreren Webadressen erreichbar – mit und ohne „www“, mit und ohne Schrägstrich am Ende, oder mit zusätzlichen Parametern. Für Suchmaschinen sieht das nach mehreren verschiedenen Seiten aus, was die Sichtbarkeit jeder einzelnen Variante schwächt. Die Lösung ist ein sogenannter Canonical-Tag – er sagt der Suchmaschine: „Das hier ist die echte Adresse, alle anderen sind Kopien.“

Wenn Ihre Seite absichtlich – oder versehentlich – unsichtbar ist

Es gibt eine Anweisung im Quellcode, die Suchmaschinen sagt: „Diese Seite bitte nicht in den Index aufnehmen.“ Das ist manchmal gewünscht – für Danke-Seiten nach einem Formularkontakt zum Beispiel. Aber manchmal ist es ein Versehen, etwa wenn nach einem Relaunch vergessen wird, diese Anweisung zu entfernen. Dann wundern Sie sich, warum die Seite bei Suchmaschinen einfach nicht auftaucht.

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Auffälligere Suchergebnisse: Was sind strukturierte Daten?

Warum manche Suchergebnisse Sternebewertungen oder FAQ-Abschnitte zeigen

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum manche Suchergebnisse Sternebewertungen, Preisangaben oder aufklappbare Fragen anzeigen – und andere nur den blauen Titel? Der Unterschied sind strukturierte Daten (auch „Structured Data“) – zusätzliche Informationen im Quellcode, die Suchmaschinen sagen: „Hier ist ein Produkt mit diesem Preis“ oder „Hier sind häufig gestellte Fragen.“

Google empfiehlt das Format JSON-LD. Die häufigsten Einsatzmöglichkeiten:

  • Organization – Firmenname, Logo, Kontaktdaten
  • LocalBusiness – Adresse, Öffnungszeiten, Bewertungen (besonders für lokale Unternehmen)
  • Article – Für Blog-Beiträge und Ratgeber: Autor, Veröffentlichungsdatum
  • FAQ – Häufig gestellte Fragen (werden als aufklappbare Abschnitte in den Suchergebnissen angezeigt)
  • Product – Preis, Verfügbarkeit, Bewertungen (für Online-Shops)

Ohne strukturierte Daten funktioniert Ihre Seite natürlich trotzdem – aber Sie verzichten auf die Möglichkeit, in den Suchergebnissen besonders aufzufallen.

Vertrauen aufbauen: Was Suchmaschinen über Glaubwürdigkeit denken

Hinter dem Kürzel E-E-A-T verbirgt sich ein Konzept, das Google nutzt, um die Qualität von Websites zu bewerten: Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness – also Erfahrung, Fachwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit.

Was bedeutet das konkret für Ihre Website?

  • Erfahrung: Zeigen Sie, dass echte Menschen mit echten Erfahrungen hinter den Inhalten stehen. Autorenseiten, Fallstudien und Praxisberichte helfen dabei.
  • Fachwissen: Fachlich korrekte Inhalte, Quellen nennen, keine zusammenkopierten Texte.
  • Autorität: Werden Sie von anderen Websites als Quelle zitiert? Verlinkungen von vertrauenswürdigen Seiten sind eines der stärksten Signale.
  • Vertrauen: HTTPS, vollständiges Impressum, Datenschutzerklärung, korrekte Kontaktdaten. Gerade für deutsche Websites ist ein vollständiges Impressum rechtlich Pflicht – und gleichzeitig ein Vertrauenssignal für Suchmaschinen.

Was prüft exatics?

Der exatics-Audit prüft automatisch 29 SEO-Kriterien in fünf Kategorien:

Seitentitel & Beschreibung

Title-Tag (vorhanden, Länge), Meta-Description (vorhanden, Länge), Canonical-URL, Open Graph (Titel, Beschreibung, Bild), Sichtbarkeitsanweisungen.

Überschriften

Hauptüberschrift vorhanden und eindeutig, keine leeren Überschriften, korrekte Reihenfolge ohne Sprünge.

Bilder

Alt-Texte für alle Bilder, Breiten- und Höhenangaben zur Vermeidung von Layout-Verschiebungen.

Verlinkung

Interne Links vorhanden, keine kaputten Links.

Technische Grundlagen

HTTPS, Smartphone-Tauglichkeit, Zeichensatz, Favicon, robots.txt, Sitemap, strukturierte Daten.

Zusätzlich zeigt exatics ein SERP-Preview-Tool – eine Vorschau Ihres Suchergebnisses, die darstellt, wie Ihre Seite in den Suchergebnissen erscheint – mit dem tatsächlichen Seitentitel, der Beschreibung und Ihrem Favicon. So sehen Sie auf einen Blick, ob Ihre Texte wirken.

Alle Prüfungen passieren automatisch – mit einem echten Browser, der Ihre Seite so aufruft wie ein normaler Besucher es tun würde.

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