Web-Push-Benachrichtigungen
Web-Push-Benachrichtigungen sind Nachrichten, die Websites über den Browser an Nutzer senden — auch wenn die Website nicht geöffnet ist. Der Nutzer muss dem Empfang explizit zustimmen. Anbieter wie OneSignal, Pushcrew oder Webpushr stellen die Infrastruktur bereit.
exatics erkennt 7 verschiedene Push-Notification-Dienste auf Websites.
Datenschutz-Aspekte
- Browser-Permission ≠ DSGVO-Einwilligung: Die Browser-Abfrage „Benachrichtigungen erlauben?" erfüllt nicht automatisch die DSGVO-Anforderungen. Eine informierte Einwilligung mit Hinweis auf Datenverarbeitung ist zusätzlich erforderlich.
- Geräte-Token: Push-Dienste speichern eine eindeutige Geräte-ID — das ist ein personenbezogenes Datum.
- Widerruf: Nutzer müssen jederzeit die Möglichkeit haben, Push-Benachrichtigungen abzubestellen.
Web-Push hat in den letzten Jahren an Verbreitung gewonnen, steht aber zunehmend in der Kritik: Viele Nutzer empfinden die Permission-Dialoge als störend, und Browser wie Firefox haben die Anzeige bereits eingeschränkt. Aus Datenschutz-Sicht ist Web-Push weniger problematisch als Tracking-Cookies, da der Nutzer aktiv zustimmen muss — vorausgesetzt, die DSGVO-Anforderungen an die Einwilligung werden ebenfalls erfüllt.
In unseren Audits achten wir darauf, ob Push-Dienste ihre Scripts vor dem Consent laden und ob der Permission-Dialog die Nutzererwartung respektiert.
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