Ackee – die datenschutzfreundliche Webanalyse ohne Cookies
Sie wollen wissen, woher Ihre Besucher kommen und welche Seiten sie lesen – ohne ihre Privatsphäre anzutasten? Genau dafür gibt es Ackee: eine quelloffene Webanalyse, die Sie auf Ihrem eigenen Server betreiben, komplett ohne Cookies.
Die meisten Analyse-Dienste sammeln Daten in der Cloud eines fremden Anbieters. Ackee geht den anderen Weg. Die Software läuft auf Ihrer eigenen Infrastruktur, die Daten bleiben bei Ihnen. Open Source. Selbst gehostet. Unter Ihrer Kontrolle.
Häufige Fragen zu Ackee
Setzt Ackee Cookies?
Im Standardbetrieb nicht. Ackee verzichtet vollständig auf Cookies und erkennt Besucher über einen täglich wechselnden, anonymen Schlüssel, der nicht gespeichert wird. Nur im optionalen erweiterten Modus (detailed) werden zusätzliche Geräte-Merkmale erfasst – dann gelten strengere Datenschutz-Anforderungen.
Braucht Ackee eine Einwilligung?
Im cookiefreien Standardbetrieb ist nach gängiger Rechtsauslegung in der Regel keine Einwilligung erforderlich, da keine Informationen aus dem Endgerät ausgelesen werden (§ 25 TDDDG) und keine personenbezogenen Daten gespeichert werden. Eine Erwähnung in der Datenschutzerklärung bleibt dennoch Pflicht. Im erweiterten Modus (detailed) werden dagegen Informationen aus dem Endgerät ausgelesen – dann ist nach § 25 TDDDG eine Einwilligung nötig. Die endgültige Bewertung für Ihren Fall trifft Ihr Datenschutzbeauftragter.
Kann ich Ackee ohne eigenen Server nutzen?
Ackee ist rein selbst gehostet – einen offiziellen Cloud-Dienst gibt es nicht. Wer keinen eigenen Server betreiben möchte, kann Ackee über die Plattform Cloudron per Ein-Klick-Installation aufsetzen; Updates und Wartung laufen dann weitgehend automatisch.
Was kostet Ackee?
Ackee ist quelloffen unter der MIT-Lizenz und damit kostenlos. Es fallen nur die Kosten für den eigenen Server oder das gewählte Hosting an – Lizenzgebühren gibt es keine.
Was ist Ackee?
Ackee ist ein schlankes Analyse-Tool auf Node.js-Basis. Es zählt Seitenaufrufe, Verweildauer und die Herkunft Ihrer Besucher – und zeigt das in einer aufgeräumten Oberfläche. Kein Datenwust, keine hundert Diagramme. Nur die Kennzahlen, die Sie wirklich brauchen.
Der entscheidende Unterschied zu Diensten wie Google Analytics? Es gibt keinen zentralen Anbieter, an den Nutzerdaten fließen. Sie installieren die Software selbst, zum Beispiel auf einem Server in Deutschland. Damit verlässt kein einziger Datenpunkt Ihre Hand.
Was Ackee erfasst – und was nicht
Bevor Sie sich für ein Werkzeug entscheiden, lohnt der Blick auf den Funktionsumfang. Denn weniger ist hier durchaus Programm.
Diese Kennzahlen liefert Ackee:
- Seitenaufrufe – welche Seiten wie oft besucht werden
- Referrer – woher Ihre Besucher kommen, etwa von Suchmaschinen oder anderen Websites
- Verweildauer – wie lange Besucher auf einer Seite bleiben
- Events – gezielte Aktionen wie Klicks auf einen Button oder eine Newsletter-Anmeldung
Und was fehlt? Bewusst eine ganze Menge. Keine Conversion-Funnels, kein E-Commerce-Tracking, keine Heatmaps, keine nutzerübergreifenden Profile. Wer eine vollwertige Marketing-Plattform sucht, ist mit Matomo besser bedient. Wer einfach wissen will, was auf der Website passiert, bekommt bei Ackee genau das – ohne Ballast.
Braucht Ackee eine Einwilligung?
Im Standardbetrieb setzt das Tool keine Cookies und greift nicht auf das Endgerät Ihrer Besucher zu. Personenbezogene Daten speichert es nicht. Nach gängiger Rechtsauslegung ist in dieser Konstellation in der Regel keine Einwilligung nötig – ähnlich wie bei anderen cookiefreien Werkzeugen. Eine Erwähnung in Ihrer Datenschutzerklärung bleibt dennoch Pflicht.
Es gibt aber einen zweiten Modus. Aktivieren Sie die Option „detailed", erfasst die Software zusätzlich Merkmale wie Bildschirmgröße, Betriebssystem und Browser. Dabei werden Informationen aus dem Endgerät des Besuchers ausgelesen – und genau dafür verlangt § 25 TDDDG die Einwilligung des Nutzers. Der Hersteller empfiehlt deshalb ausdrücklich, sie vorab einzuholen.
Das Problem dabei: Wer den erweiterten Modus nutzt und das Tracking-Script trotzdem vor der Einwilligung lädt, hat schnell ein Datenschutzproblem. Die Lösung ist einfach – im erweiterten Modus erst nach dem Klick auf „Akzeptieren" laden. Die endgültige Bewertung für Ihren Fall hat aber Ihr Datenschutzbeauftragter.
Ackee installieren: Docker, eigener Server oder ein Klick
Sie fragen sich, wie aufwändig die Einrichtung ist? Das hängt davon ab, wie viel Sie selbst in die Hand nehmen wollen.
Technisch braucht Ackee zwei Bausteine: eine Node.js-Umgebung und eine MongoDB-Datenbank. Wer einen eigenen Server betreibt, installiert beides – am bequemsten über Docker oder Docker Compose. Der Hersteller liefert dafür fertige Vorlagen.
Keine Lust auf Kommandozeile? Dann gibt es einen entspannten Weg. Über die Hosting-Plattform Cloudron lässt sich Ackee per Klick installieren. Cloudron kümmert sich um Updates, Backups und Zertifikate – Sie klicken, der Rest läuft im Hintergrund. Für alle, die Datenhoheit wollen, aber keine Server-Bastelei, ist das die einfachste Variante.
- Docker / Docker Compose – die Standard-Variante für den eigenen Server
- Manuell mit Node.js und MongoDB – volle Kontrolle für erfahrene Administratoren
- Cloudron – Ein-Klick-Installation samt automatischer Wartung
Open Source unter MIT-Lizenz
Ackee steht unter der MIT-Lizenz – einer der freiesten Open-Source-Lizenzen überhaupt. Was heißt das für Sie? Sie dürfen die Software nutzen, anpassen und weitergeben, ohne Lizenzgebühren, ohne Bindung an einen Anbieter.
Open Source ist hier mehr als ein Etikett. Weil der Quellcode offen liegt, kann jeder nachprüfen, was die Software mit den Daten tut. Genau diese Transparenz ist die Grundlage für vertrauenswürdige Webanalyse. Bekannt heißt eben nicht automatisch vertrauenswürdig – nachprüfbar schon eher.
Ackee im Vergleich: Umami, Plausible, Matomo
Ackee ist nicht das einzige cookiefreie Analyse-Tool. Welches passt nun zu Ihnen? Ein kurzer Überblick über die bekanntesten datenschutzfreundlichen Werkzeuge:
| Tool | Hosting | Cookies (Standard) | Ausrichtung |
|---|---|---|---|
| Ackee | selbst gehostet | keine | minimalistisch |
| Umami | selbst gehostet oder Cloud | keine | minimalistisch |
| Plausible | selbst gehostet oder Cloud | keine | schlank |
| Matomo | selbst gehostet oder Cloud | optional | umfangreich |
Kurz gesagt: Umami und Ackee spielen in derselben Liga – schlank, cookiefrei, selbst gehostet. Plausible bietet zusätzlich eine komfortable EU-Cloud. Und Matomo spielt in einer anderen Liga: Es ist als einziges der vier ein vollwertiges Analytics, das es mit Google Analytics aufnehmen kann – bei Bedarf erweitert um kostenpflichtige Module für Media- und Formular-Analytics, Funnels sowie Heatmaps und Session-Recording. Verbreitet heißt nicht automatisch besser – es kommt darauf an, was Sie messen wollen.
Für wen lohnt sich das – und für wen nicht?
Selbst hosten klingt erst mal nach Aufwand. Ist es auch. Sie brauchen einen eigenen Server, installieren die Software, halten sie aktuell und sichern sie ab. Für eine einzelne Website? Machbar – mit Cloudron sogar ohne tiefes Technikwissen. Wer den Betrieb gar nicht selbst übernehmen will, ist mit einem gehosteten, EU-basierten Analyse-Dienst oft besser bedient.
Dafür bekommen Sie etwas, das keine fremde Cloud bieten kann: volle Datenhoheit. Ihre Besucherdaten liegen auf Ihrem Server, in Ihrem Land, unter Ihrer Kontrolle. Für viele Betreiber von Blogs und kleineren Websites ist genau das den Aufwand wert.
Fazit
Ackee macht eine Sache – anonyme Webanalyse – und die macht es gut. Cookiefrei im Standardbetrieb, quelloffen unter MIT-Lizenz, komplett in Ihrer Hand. Wer schlanke Besucherstatistiken ohne Datenschutz-Kopfschmerzen sucht, findet hier eine ehrliche Lösung.
Eine vollwertige Marketing-Suite ist es nicht. Das will es auch gar nicht sein. Schlank. Transparent. Selbstbestimmt. Für viele Websites ist genau das die richtige Wahl.